Kaninchen



GEHEGE

Gehegearten / Haltungsformen

In der Kaninchenhaltung gibt es verschiedene Möglichkeiten der Haltung. Grundlegend wird zwischen Innen- und Außenhaltung unterschieden. Beide Formen haben Vor- und Nachteile und stellen unterschiedliche Anforderungen an die Halter.

Käfighaltung kann nicht art- oder tiergerecht sein und es wird sich hier ausdrücklich dagegen ausgesprochen. Es gibt Haltungsformen, die für alle Beteiligten weitaus mehr Vorteile und Anreize bieten und den Bedürfnissen entgegenkommen.

In Ergänzung zur artgerechten Haltung, d.h. Bedürfnissen, die für die Kaninchen generell festgelegt wurden, richtet sich die tiergerechte Haltung danach, dem einzelnen Tier und seinen ganz individuellen Bedürfnissen gerecht zu werden. Es gibt Kaninchen, die besonders gerne buddeln oder deren Bewegungsdrang 6 qm bei weitem nicht gerecht werden, oder die in einer Gruppe leben möchten. Das Kaninchen braucht Möglichkeiten, z.B. über Beschäftigung und Auslaufzeiten wählen zu können. Das zu erfüllen, ist die große Aufgabe für den Halter, der eben nicht einfach nur Futterspender sein kann.

Übersicht Vorteile und Nachteile von Innenhaltung

Vorteile
Nachteile
Innenhaltung
In Innenhaltung gibt es drei verschiedene Varianten:

Gehegehaltung (mit Auslauf)
Die Kaninchen werden in einem Gehege, entweder durch gekaufte Gitterelemente, oder als Eigenbau gehalten. Zudem sollte aber immer auch Auslauf in der Wohnung geboten werden. Diese Form der Haltung bietet sich an für Kaninchen, die nicht stubenrein sind, oder ängstliche Kaninchen, die ihre ungestörte Basis benötigen. Die Gehege können ganz individuell nach den Bedürfnissen der Kaninchen gestaltet und eingerichtet werden. Eine Mindestgröße von 6 - 8 qm für ein Kaninchenduo sollte aber auf jeden Fall eingeplant werden.

Gehege:
Wichtig: Bei allen Varianten muss beachtet werden, dass Kaninchen schon auch mal 1 m Höhe überwinden. Unterschätze nicht den Freiheitsdrang der Kaninchen.

Zimmerhaltung
Wenn der Platz vorhanden ist, ist auch ein Kaninchenzimmer anzudenken. Die Vorteile sind ähnlich, wie bei der Gehegehaltung. Die Gestaltung ist aber noch kreativer möglich. Auch hier sollte die Quadratmeterzahl 6-8 qm pro Kaninchenduo nicht unterschritten werden. Zusätzlicher Auslauf ist ggf. notwendig.
Selbstverständlich muss das Zimmer ein Fenster haben. Abstellkammern sind nicht geeignet. Kellerräume müssen anhand der Lichtverhältnisse individuell beurteilt werden.
In der Gestaltung ist, wie auch bei der Gehegehaltung, der Boden zu beachten. Dieser sollte nicht zu glatt sein und den Kaninchen das Lossprinten ermöglichen. Es bieten sich Kombinationen aus PVC oder Linolium und waschbaren Teppichen an. Diese gibt es in unterschiedlichen Größen.


Freie Wohnungshaltung
Ein spannendes Miteinander entsteht durch die freie Wohnungshaltung. D.h. der Lebensraum der Kaninchen ist auf die komplette Wohnung, bzw. mehrere Zimmer verteilt. Für das Kaninchen bietet sie weitaus mehr Wahlmöglichkeiten, Reize und Bewegungsspielraum. Das Kaninchen kann z.B. entscheiden, ob es beim Kochen gerne neben der Küchenzeile auf Futter lauern will, oder sich wegen dem Geräusch der Dunstabzugshaube zurückzieht. Je mehr Möglichkeiten das Kaninchen hat, umso mehr wird es seinen Charakter entfalten und zeigen.

Vorteile und Herausforderungen: Hier ein paar Beispiele:




Erfahrungsberichte zur freien Wohnungshaltung

Außenhaltung:


Die Kaninchenhaltung draußen ist ganzjährig und ohne Zweifel die artgerechteste Form in der Heimtierhaltung. Allerdings müssen im Bezug auf Sicherheit vor Fressfeinden und auch für die speziellen Bedingungen der Jahreszeiten einige Anforderungen beachtet werden.

Es gibt Kaninchenrassen, wie z.B. manche Langhaarrassen oder Rexkaninchen, die keine ausreichende Unterwolle bilden. Für sie müssen in Außenhaltung besondere Schutzmaßnahmen beachtet werden! Lass dich bitte gesondert dazu beraten.

Vorteile der Außenhaltung:
Nachteile:
Formen der Außenhaltung:

Größe

Größe und Standort eines Außengeheges:


Gehegekonstruktion:
Der überwiegende Teil der Gehege wird an die Gegebenheiten des Grundstücks und Lage ausgerichtet selbst geplant. Es gibt aber auch viele hilfreiche Internetseiten mit tollen Bauanleitungen.
Die meisten Gehege entstehen mit einer Holzständerkonstruktion. Dazwischen wird Draht gespannt, bzw. auch zum Wetterschutz einzelne Seiten z.B. mit Brettern verkleidet. Aber es gibt dabei auch verschiedene Formen
Empfohlene Gehegemaße:
Für 2 Kaninchen

Einrichtung

Unterschlupfmöglichkeiten:
Häuser aus Holz und/oder Steinen, Pflanzsteine, Höhlenhaus aus Drahtgeflecht mit Grasbewuchs, Korkröhren, Weidenbrücken, Weidentippis und Körbe, Äste, Kartons, Decken, Holzhäuser und unbehandelte Paletten.
Es können auch klassische Kaninchenaußenställe als Unterschlupf angeboten werden. Aber keinesfalls dürfen diese ein Gehege ersetzen, oder geschlossen werden.




Kaninchen lieben Aussichtsplätze, z.B. Kissen auf Hockern. Sitzgelegenheit auf Heuraufen, Bretter an der Wand.

Futterplätze:
Heuraufen mit Abdeckung, Wiesengitter, Steinplatten, Tonuntersetzer.
Wir empfehlen, wegen der natürlichen Haltung und auch eingeschränkten Reinigung, Trinknäpfe anstatt Trinkflaschen.

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