Farbmäuse



GESUNDERHALTUNG

Gesundheitscheck

Haben Sie täglich ein wachsames Auge auf die Tiere

(c) Bild von K. Aretz

Die häufigsten Farbmauserkrankungen

Es folgt eine kleine Übersicht über die häufigsten gesundheitliche Probleme die bei Farbmäusen auftreten können. Um Selbstmedikation zu Vermeiden werden wir die Behandlung nur auf Anfrage (→ www.nagerschutz.de/Ansprechpartner) und nach erfolgtem Tierarztbesuch besprechen.

Wenn sich die Tiere anders als normal verhalten oder Ihnen Krankheitszeichen auffallen, dann gehen Sie unverzüglich zu einem Tierarzt!

Atemwegserkrankung:

Symptome: Fiepsen, schnattern, knacken und andere Atemgeräusche, niesen und verklebte Augen. Unbehandelt können Gewichtsverlust, stumpfes Fell, sichtbare Flankenatmung und verminderte Aktivität Folgeerscheinungen sein.

Mögliche Ursachen: Virale oder bakterielle Infektion. Schlecht belüftete Gehege, Zugluft und staubige Einstreu begünstigen dies.

Stellen Sie die Maus unbedingt einem farbmauserfahrenem Tierarzt vor! Ohne Behandlung kann die Lunge dauerhaft geschädigt werden.

Parasitenbefall:

Symptome: Juckreiz, häufiges Kratzen und Putzen, infolge dessen kahle und teilweise lädierte oder verschorfte Stellen

Mögliche Ursache: Parasitenbefall durch Milben, Haarlinge, Flöhe oder andere.

Stellen Sie die Maus unbedingt einem farbmauserfahrenem Tierarzt vor!

Unbehandelt zerkratzen die Mäuse sich immer mehr. Der Befall ist schmerzhaft und äußerst stressig und kann sogar zum Tod der Tiere führen. Da sehr wahrscheinlich die komplette Gruppe befallen ist, müssen alle Mäuse behandelt werden, auch wenn nicht jede Maus Symptome zeigt. Wichtig im Zuge der Genesung ist die Vollständige Reinigung und Disinfektion des Geheges, aller Einrichtungsgegenstände und der Umgebung.

Pilzbefall:

Symptome: Kahle Stellen, meist ohne sichtbare Hautveränderungen. Unbehandelt können diese allerdings bald folgen und den Symptomen eines Parasitenbefalls ähneln.

Mögliche Ursache: Hautpilz

Stellen Sie die Maus unbedingt einem farbmauserfahrenem Tierarzt vor!

Da sehr wahrscheinlich die komplette Gruppe befallen ist, müssen alle Mäuse behandelt werden, auch wenn nicht jede Maus Symptome zeigt. Wichtig im Zuge der Genesung ist die Vollständige Reinigung und Desinfektion des Geheges, aller Einrichtungsgegenstände und der Umgebung.

Achtung: Da viele Pilze auch den Menschen befallen können sollte Händewaschen und -desinfizieren vor und nach Kontakt mit dem befallenen Tier selbstverständlich sein!

Tumore:

Symptome: Umfangvermehrungen/Knoten bei äußeren Tumoren, Folgeerscheinungen Abmagerung, stumpfes Fell, verminderte Aktivität und Fressunlust. Diese Symptome treten auch im Spätstadium innerer Tumore auf, welche meist erst durch diese Auffälligkeiten diagnostiziert werden.

Mögliche Ursache: erblich bedingte Krebserkrankung

Stellen Sie die Maus unbedingt einem farbmauserfahrenem Tierarzt vor und besprechen Sie das weitere Vorgehen! Leider sind Krebserkrankungen nicht heilbar und schwer behandelbar. Es gilt abzuwägen was getan werden kann und ab welchem Zeitpunkt die Erkrankung für das Tier nicht mehr tragbar ist, so dass dieses erlöst werden muss.

Noch immer raten einige Tierärzte erkrankte Tiere von der Gruppe zu isolieren. Wir raten hiervon dringend ab. Die Isolation stellt eine zusätzliche Belastung zu den Krankheitssymptomen dar. Die Maus wird zusätzlich gestresst und fühlt sich einsam was für eine erfolgreiche Genesung hinderlich ist. Bei ansteckenden Krankheiten ist davon auszugehen dass die ganze Gruppe befallen ist, somit ist eine Isolation zum Schutz der anderen Tiere nutzlos.

(c) Bild von Schanz Fotodesign und Tierbildarchiv

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