Farbmäuse



ANSCHAFFUNG

Bezugsquellen

Vor der Anschaffung der Tiere sollte man sich gut überlegen, wo sie herkommen. Es gibt viele Bezugsquellen für Farbmäuse, jedoch sind nicht alle Quellen gut geeignet und es könnte nach dem Einzug der Tiere zu bösen Überraschungen kommen.


Du hast nun die verschiedenen Bezugsquellen für Farbmäuse mit all ihren Vor- und Nachteilen kennengelernt und weißt, dass deine neuen Mitbewohner möglichst aus dem Tierschutz kommen sollten. Aber was tun, wenn es in deiner näheren Umgebung im Moment keine Mäuse in Tierheimen oder privaten Pflegestellen gibt? Zum einen besteht natürlich die Möglichkeit, abzuwarten, bis sich passende Mäuse in der Umgebung finden. Möchtest du das nicht oder brauchst du dringend Gesellschaft für bereits vorhandene Mäuse, kannst du Mäuse von weiter weg mit einer Mitfahrgelegenheit anreisen lassen. Passende Mitfahrgelegenheiten findest du zum Beispiel im Mausebande Forum

Allerdings möchten einige Tierheime und Pflegestellen den neuen Halter zunächst persönlich kennenlernen und die Haltungsbedingungen vor Ort überprüfen. Auch unsere Schützlinge werden in der Regel nur regional vermittelt. Erkundige dich also vorher, ob eine überregionale Vermittlung deiner Wunschmäuse überhaupt möglich ist.

Anschaffungs- / laufende Kosten

Der Kaufpreis bzw. die Schutzgebühr für eine Farbmaus ist nicht sehr hoch. Das heißt aber nicht, dass sie in der Haltung ebenfalls kostengünstig sind. Wenn man von den (einmaligen) Anschaffungskosten absieht, sind die laufenden Kosten aber überschaubar. Man sollte jedoch immer im Hinterkopf behalten, dass die Farbmäuse auch mal krank werden können und im schlimmsten Fall Tierarztrechnungen im dreistelligen Bereich fällig werden. Dafür sollten rechtzeitig Rücklagen gebildet werden. Im Folgenden befindet sich eine Übersicht der Kosten, die für eine normalgroße Farbmausgruppe (4-8 Tiere) anfallen. Dabei handelt es sich aber lediglich um Richtwerte, da viele Kosten, z.B. die Kosten für einen Eigenbau und den Tierarzt, nicht genau angegeben werden können.

Anschaffungskosten Laufende Kosten je Monat
Kaufpreis (Schutzgebühr) je Tier: 5-15 € Futter 5-10 €
Gehege Einstreu: 5 €
- Eigenbau: 100-200 €
- Anfertigung Schreiner: 300-500 € Nistmaterial: 2 €
Transportbox 10-20 € Nagematerial: 5 €
Laufrad 25 € Rücklagen für Tierarzt: 15 €
Futter- und Wassernapf: 6 € Verschleiß der Einrichtung: 5 €
Häuschen: 20 €
Äste / Wurzeln: 15 €
Korkröhren: 20 €

Transport

Farbmäuse sollten so wenig wie möglich aus ihrem Gehege entnommen und transportiert werden. Bei der Anschaffung oder einem anstehenden Tierarztbesuch ist dies allerdings unumgänglich.

Welche Transportboxen sind geeignet?
Bei der Wahl der passenden Transportbox sind folgende Punkte unbedingt zu beachten:


Im Zoofachhandel gibt es eine große Auswahl an verschiedenen Transportboxen, die meist aus Kunststoff bestehen. All diese Modelle haben ihre Vor- und Nachteile. Die am häufigsten genutzen Modelle werden im Folgenden aufgelistet:


Was ist beim Transport zu beachten?

Die Transportbox sollte mit gebrauchtem Einstreu ausgestattet werden, damit die Mäuse ihren Geruch erkennen und sich möglichst heimisch fühlen. Zum Verstecken eignet sich eine Klopapierrolle ganz hervorragend. Sie ist auch eine gute Hilfe, um die Mäuse einzufangen und in die Box zu packen. Zusätzlich sollte eine handvoll Futter in der Box verteilt werden. Sollte es länger dauern, ist ein Stückchen Gurke für die Wasserversorgung empfehlenswert. Um den Mäusen den Transport ein wenig zu versüßen, kann man auch besondere Leckerbissen in der Box verteilen. Von Futter- und Wassernäpfen, sowie Häuschen oder anderem Inventar sollte unbedingt abgesehen werden. Hier besteht die Möglichkeit, dass die Sachen umkippen oder plötzlich durch die Gegend fliegen (z.B. wenn man mit dem Auto in die Kurve fährt oder stark bremsen muss) und die Mäuse verletzen oder sogar töten.

Wenn es sich vermeiden lässt, sollte eine Maus niemals alleine reisen. Steht ein Tierarztbesuch an, sollte mindestens eine weitere Maus als Begleitung für den Patienten dabei sein. Geteiltes Leid ist bekanntlich halbes Leid. Bei Kleingruppen bietet es sich an, die gesamte Gruppe mitzunehmen. Auch während einer Vergesellschaftung oder bei unstabilen Gruppen sollten unbedingt alle Tiere mitgenommen werden, um Streitigkeiten zu vermeiden.

Um die Mäuse vor Zugluft zu schützen, sollte die Box in eine Decke oder ein Handtuch eingewickelt werden. Ist es sehr warm oder kalt, empfiehlt es sich ein gekühltes bzw. gewärmtes Körnerkissen unter die Box zu legen. Geeignete Körnerkissen findest du zB. in unserem Shop .Link Achte dabei aber unbedingt darauf, dass das Körnerkissen nur an einer Seite unter der Box liegt, damit die Mäuse die Wahl haben. Natürlich sollte es in der Box auch nicht zu warm (bzw. kalt) werden.

Die Box muss im Auto natürlich sicher verstaut werden. Am besten stellst du sie auf den Beifahrer- oder Rücksitz und befestigst sie sicher mit dem Gurt. So fliegt sie nicht vom Sitz, wenn du in eine Kurve fährst oder stark bremst. Achte darauf, dass die Mäuse keine Zugluft von Lüftung oder Klimaanlage bekommen. Insbesondere dafür ist eine Decke um die Box wichtig. Solltest du die Box im Kofferraum verstauen wollen, achte auch hier darauf, dass sie sicher steht und nicht hin- und herruschten oder umfallen kann.

Eingewöhnung

Bei der Ankunft der Farbmäuse sollte das Gehege schon vorbereitet sein. Sind es deine ersten Farbmäuse und ist sichergestellt, dass sie gesund sind, können sie gleich im Endgehege einziehen. Je nachdem, wie lange die Mäuse schon als Gruppe zusammenleben, ist es sinnvoll, das Gehege erst nach und nach freizugeben, um Revierstreitigkeiten zu vermeiden. Der Vorbesitzer wird dich sicherlich darüber informieren, ob dies erforderlich ist oder nicht. Solltest du trotzdem unsicher sein, kannst du dich gern an unsere Ansprechpartner wenden.

Einige Mäuse verstecken sich bei der Ankunft im neuen Gehege sofort, andere fangen sofort an, alles neugierig zu erkunden. Gib den Mäusen ein paar Tage Zeit, sich an die neue Umgebung zu gewöhnen. Anschließend kannst du langsam anfangen, die Mäuse an dich zu gewöhnen, indem du z.B. deine Hand reglos in das Gehege legst oder Leckerchen mit der Hand anbietest.

Bist du dir nicht sicher, ob die Tiere gesund sind, solltest du sie zunächst in einem Quarantänekäfig unterbringen. Das Inventar sollte leicht zu reinigen sein oder welches, das du ohnehin nicht mehr brauchst, sodass es anschließend weggeschmissen werden kann. Achte darauf, dass kein Kontakt zu anderen Tieren besteht und wasche dir immer gründlich die Hände, um eventuelle Parasiten oder andere Krankheitserreger nicht zu verbreiten. Nun kannst du die Mäuse in Ruhe beobachten, deinem Tierarzt vorstellen und gegebenenfalls gegen Krankheiten oder Parasiten behandeln, bevor sie in das große Endgehege einziehen. So ersparst du dir eine Menge Aufwand.

Sollen die Mäuse mit deinen vorhandenen Mäusen vergesellschaftet werden, ist es sinnvoll, sofort mit der Vergesellschaftung zu beginnen. So wird den Mäusen eine zusätzliche Eingewöhnung im Übergangsheim erspart und sie können sich gleich an den Vergesellschaftungskäfig und die fremden Mäuse gewöhnen.

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