Nager des Monats

März 2016

Dschungarischer Zwerghamster Wall-E


Wie auch im Monat Februar stellt sich heute ein Teammitglied des Nagerschutz e.V. vor.

Unser Nager des Monats März ist auch dieses Mal erneut ein Team-Mitglied: der dsungarische Zwerghamster "Wall-E" von unserem Mitglied Kristina.

Walli - wie er auch liebevoll genannt wird - wurde im Oktober 2015 dort geboren, wo man als kleiner Zwerg voller Tatendrang und Erkundungsgier eigentlich auf keinen Fall landen möchte: er stammt ursprünglich aus einem Labor, wo er zu Beobachtungszwecken gehalten wurde. Auch wenn an ihm keine Medikamente getestet wurden - zum Glück! - könnt Ihr Euch sicher vorstellen, wie es sich in einer kleinen Box ohne großen Hamster-Luxus lebt. über eine Pflegestelle der Hamsterhilfe NRW kam er dann im Juli 2016 in sein jetziges (und natürlich auch endgültiges) Zuhause.

Leider ist seine Vergangenheit nicht spurlos an ihm vorübergegangen. Er kennt leider gar nichts und ist sehr, sehr scheu. Man bekommt ihn kaum zu Gesicht und er hat panische Angst vor schnellen Bewegungen - meist friert er dann völlig ein und beginnt lauthals zu kreischen; Ihr könnt Euch nicht vorstellen, was für Töne so ein kleines Tierchen abgeben kann ;-). Eigentlich verbringt er als Buddelkönig sein Leben hauptsächlich unterirdisch, kommt zum Futtersammeln raus und manchmal hören wir ihn spät abends auch im Laufrad - wenn er sich unbeobachtet fühlt :-D.

...aber das ist auch völlig ok für uns. Er darf sein Leben bei uns genießen und wir freuen uns, wenn wir ihn ab und zu mal zu Gesicht bekommen und feststellen, daß er gesund und munter und wohlgenährt mit einem kugelrunden Bäuchlein durch die Gegend tapert ;-).

Tja - und warum nun eine Seltenheit?! Wall-E ist ein artreiner Dsungare und die gibt es mitlerweile kaum noch... Auch bei Hamstern hat die Idealvorstellung eines "schönen" Tieres in Bezug auf das äußere keinen Halt gemacht und so haben viele "Züchter" (oder beßer: Vermehrer) Dsungaren und Campbell - Hamster gekreuzt, um immer neuere Farben und Muster heranzuzüchten und sich dabei jedes Mal selbst auf's Neue zu übertreffen... die Gesundheit der Tiere wurde dabei völlig außer Acht gelaßen und so neigen heute leider viele sogenannte Hybriden beispielsweise zu einer Diabetes-Erkrankung.

Und wer sich jetzt noch über seinen außergewöhnlichen Namen wundert - erstens hat er den von seinem ehemaligen Pflegefrauchen bekommen und zweitens... sucht im Internet mal nach Bildern und vergleicht vor allem die Augenpartie - paßt, oder?! ;-)



Februar 2016

Streifenhörnchen Milla



Wie auch im Monat Januar stellt sich heute ein Teammitglied des Nagerschutz e.V. vor.

Milla ist im November 2016 aus dem Tierheim Braunschweig nach Düsseldorf gezogen. Ihr Start in ein neues Leben begann also mit einer langen Autofahrt. Diese hat Milla mit Bravur, und zwar schlafend in ihrem Nest, bestanden. Ende Herbst und der Winter sind für Streifenhörnchen normalerweise keine Zeit, um in ein neues Zuhause zu ziehen. Milla sollte aber nicht länger im Tierheim warten. Warum es keine gute Zeit ist? Streifenhörnchen halten Winterschlaf. Wie dieser gehalten wird, ist von Tier zu Tier unterschiedlich. Es gibt Tiere, die sieht man in dieser Zeit so gut wie gar nicht. Sie wachen nur kurz auf, um etwas zu fressen und ihre Geschäfte zu verrichten. Andere sind für ein paar Stunden wach und schlafen insgesamt nur deutlich mehr. Unsere Milla steht morgens mit Sonnenaufgang auf und geht abends mit Sonnenuntergang in ihre Höhle. Diese hat sie sich in einer Korkröhre eingerichtet, die senkrecht auf dem Boden steht. Wenn es leise ist und man lauscht, kann man Milla noch für ein paar Minuten hören, wie sie an den Wänden nagt. Sie ist also täglich mit Renovierungs- und Verschönerungsarbeiten beschäftigt.

Den Rest des Tages verbringt sie überwiegend mit der Suche nach Futter und dem Verbuddeln des Gesammelten. Mittlerweile hat Milla ganz genaue Vorstellungen, welche Leckereien sie zu welcher Tageszeit und wo haben möchte. Auch wenn Milla eine große Voliere (2 Meter Höhe, 1,40 Meter Breite und 1,25 Meter Tiefe) ihr Eigen nennen kann, braucht sie zusätzlich jeden Tag Auslauf.

(auf dem Bild sieht man das Gehege direkt nach dem Einzug. Mittlerweile sind noch viel mehr Äste und Röhren dort drinnen.) Natürlich muss das Zimmer sehr gut gesichert sein, da Streifenhörnchen sehr große Sätze machen können und fast überall hingelangen. Unbeaufsichtigt sollte man die süßen Nager also in keinem Fall lassen. Und da kommen wir wieder zu den Leckereien. Hat sie am Anfang Kürbiskerne, Gurkenkerne, Walnussstückchen, Haselnüsse, Pinienkerne, Zucchinikerne, Sonnenblumenkerne, etc. genommen, dürfen es mittlerweile nur noch Haselnüsse, und zwar mit Schale, und Pinienkerne sein. Mal nur die Nüsse, mal nur die Kerne. Die Haselnüsse werden hin und wieder an einem sicheren Ort (auf ihrem Gehege oder dem Wäscheständer) geknackt und zur Hälfte gefressen. In der Regel werden sie aber gut versteckt. Am liebsten in der Bügelwäsche! Seit Milla bei uns wohnt, purzeln also schon mal beim Wäschezusammenlegen Haselnüsse auf den Boden.

Milla ist eine ausgesprochen liebe Streifenhörnchen-Dame und sehr zutraulich. Dies ist bei Streifenhörnchen nicht selbstverständlich. Sie sind definitiv keine Kuscheltiere! Wie alt Milla ist, wissen wir nicht, da sie ein Fundtier ist. Wir freuen uns auf jeden Fall sehr, dass sie nun unser Team verstärkt. Ach ja, falls sich jemand Sorgen macht, weil sie alleine ist. Sibirische (oder asiatische) Streifenhörnchen sind Einzelgänger. Wenn man sie zu zweit oder mehreren halten würde, würde man den Tieren keinen Gefallen tun. Es würde zu heftigen Revierstreitigkeiten kommen, die sogar im Tod enden können.

Milla wird bestimmt noch das ein oder andere Mal berichten, was sie so alles treibt.






Januar 2016

Kaninchen Lilo


Unser Nager des Monats im Januar ist Lilo. Das ist ungewöhnlich, denn zum Einen ist Lilo als Kaninchen kein Nager und sie ist auch kein Nagerschützling. Lilo gehört zum Team. Sie unterstützt die Pflegestelle Roth seit 2012.

Ja und man kann sagen, Lilo unterstützt mit allen Kräften. Sie hilft nicht nur die Kräutervorräte zu beseitigen. Lilo strahlt mit ihrem Charme und wickelt jeden um den Finger. Sie bringt alle Besucher dazu, ihr schnell eine eine Goji-Beere oder Nuss zu geben. Aber so einfach kriegt man sie dann doch nicht überzeugt. Sie beobachtet genau. Denn Lilo entscheidet, wer hier Zutritt hat. Ja, sie ist nicht nur bei Kaninchenmännern eigensinnig. Lilo setzt Grenzen. Genauer gesagt, ist sie der Meinung, dass es dringend notwendig ist, unsere Reviergrenzen deutlich zu markieren. Zur Sicherheit patrolliert sie auch. Sie steht an der Türschwelle, der Wind pfeift ihr um die Nase, und sie erfasst sofort, was da draußen vor sich geht. Lilo strahlt manchmal so eine Stärke aus.

Wir fühlen uns wirklich beschützt und auch umsorgt. Denn trotz ihres frechen und willensstarken Auftretens hat Lilo eine ganz sensible Seite. Sie merkt einfach, wenn mal alles zu viel wird. Sie sagt mit ihren Augen und schönen schwarzen Wimpern "halte durch... und gib mir was zu fressen". Spätestens wenn sie die Augen schließt, während ich ihr den Nacken kraule, weiß ich warum ich das alles mit einem Lächeln trage. Danke, Lilo!

Lilo ist schon 10 Jahre alt. Wir wünschen uns noch ein paar gemeinsame Jahre mit ihr. Und nach ihrem Verlust, einen neuen Kaninchenpartner, der sie annimmt und umsorgt.

Ja, und wir hoffen, dass auch ihr mit einem Lächeln verstanden habt, wie liebenswert charakterstark Kaninchen sind. Alle, Lilo halt ganz besonders ;).

Lilo startet mit ihrem Witz und Charme unsere Beiträge zum Nager des Jahres... morgen gehts weiter.





November 2016

Vielzitzenmaus Tete


Heute möchten wir euch unsere Pflegemaus Tete vorstellen.

Tete ist eine ganz besondere Maus. Tete wurde uns nach eine Beschlagnahmung bei einem Schlangenhalter als eine von vielen Farbmäusen angekündigt, welche auf unsere Pflegestellen Oberhausen und Düsseldorf aufgeteilt werden sollten. Als sie uns aus ihren großen roten Glubschaugen nervös entgegen blickte, war aber schnell klar: Eine Farbmaus ist das nicht.


Der Größenunterschied zu Farbmaus Rosi ist nicht zu übersehen

So kam unsere Pflegestelle Düsseldorf an ihre erste Vielzitzenmaus.

Tete liebt ihre Farbmausfreundinnen. Ihren Namen verdankt sie ihrem Einsatz bei der Aufzucht des Farbmauswurfes, welcher in der Nacht vor der Aufnahme der Truppe in unsere Pflegestelle geboren wurde.


Unsere Mutter Teresa. Dank ihr konnten die Farbmausjungtiere wohl behütet aufwachsen.

Während Mutter Rosi nach dem nervenaufreibenden Umzug erst einmal zu Kräften kommen musste, kümmerte Tete sich um die jungen Mäusebabys. Wir konnten sie sogar beim Stillen des Wurfes beobachten. Aufopferungsvoll wie Mutter Teresa, oder kurz Tete.

Tete ist durch und durch Vielzitzenmaus. Sie hat ihren eigenen Kopf und zeigt deutlich wenn ihr etwas nicht passt. Dazu gehören leider auch Menschenhände in ihrem Gehege *autsch*


Von links: Tete, Rosi und Rabea

Mittlerweile sind Tete, Rosi und einige ihrer Töchter fester Bestandteil der Pflegestelle Düsseldorf. Doch so gut die Artengesellschaft funktioniert, zum Mauseglück braucht es immer Artgenossen. Wir freuen uns, dass die Truppe nun Verstärkung in Form eines lieben Vielzitzenmauskastraten und 2er weiterer Weibchen erhalten wird. Wie Tete wohl auf ihre Artgenossen reagieren wird? Wir werden berichten.


VZM-Kastrat Toto steht schon in den Startlöchern

Oktober 2016

Melissa


Melissa hat leider ein Problem, das bei Kaninchen (mittlerweile) häufig vorkommt. Melli ist ein Zahnkaninchen. Sie hat seit August eine Fehlstellung der Vorderzähne. Normalerweise stehen die Vorderzähne etwas vor den unteren Schneidezähnen und schleifen sich beim Fressen ab. Das ist zwingend notwendig, denn Kaninchenzähne wachsen pro Woche 2 mm nach.

Die Zahnfehlstellung kann neben Verletzungen im Zahnfleisch und an der Zunge und Kieferabszesse verursachen. Weiter können auch noch bedrohliche Komplikationen, wie z.B. Verdauungsstörungen, folgen.

Deshalb ist es wichtig, die Zähne der Kaninchen regelmäßig zu kontrollieren und auf folgende Symptome achten:

Dann muss zügig ein kompetenter Kaninchentierarzt aufgesucht werden.

Melli hat eine ganz tolle Tierärztin. Nach einer Zahn-Operation geht es ihr wieder gut und sie kann auch in Außenhaltung bei ihrer Familie bleiben :)

Kleingedrucktes: Natürlich wisssen wir, dass Kaninchen keine Nager sind. Der Nagerschutz hat bei seiner Gründung Kaninchen mit in die Satzung aufgenommen. Und bei uns wird niemand benachteiligt ;)

September 2016

Mick


Nachdem unsere Schützlinge im August Urlaub hatten, meldet sich nun Mick als Nager des Monats September aus dem Urlaub zurück.

Mick wurde gemeinsam mit anderen Farbmäusen, Rennmäuse und Ratten aus einem Haushalt sichergestellt und im Tierheim Mülheim abgegeben. Eine Mitarbeiterin des Tierheims wandte sich vertrauensvoll an uns. So zog der kleine Fratz Ende Januar 2016 in unsere Pflegestelle Oberhausen ein. Gemeinsam mit 3 Farbmausmädels, von denen 2 kurz drauf Nachwuchs bekommen haben. Mick könnte der Vater sein, das ist unklar.



Er wurde am 10.02.16 kastriert und gilt inzwischen als Langzeitkastrat. Als die kleinen Jungs aus den Würfen alt genug waren, hat Mick sie unter seine Fittiche genommen. Im Juni hat Mick dann noch weitere kleine Jungs bei sich aufgenommen. Er ist ein toller Erzieher und hat die Kleinen gut hingekriegt.

Sein genaues Alter kennen wir nicht. Als er bei uns einzog, dürfte er schon ausgewachsen gewesen sein. Er ist aber noch fit und agil und freut sich über jeden neuen Tag.



Mick ist ein Albinofarbmäuslein mit schneeweißem Fell, das auf dem Kopf leicht strubbelig aussieht, und wunderschönen roten Augen. Leider erschwert dieser Farbschlag die Vermittlung, denn Albinos sind bei den meisten Haltern leider nicht so beliebt.

Zur Zeit lebt er mit 15 jungen Burschen zusammen, die ihn gut auf Trab halten. Es ist immer Action angesagt. Sie klettern, buddeln, nagen, treiben Schabernack. Es ist eine wahre Freude, ihnen bei alledem zuzuschauen. Bei allem Blödsinn, den sie sich einfallen lassen, ist noch kein Mäuslein ausgebrochen. Mick und seine Jungs leben in Offenhaltung und kommen gut damit zurecht.



Mick hat eine Einschränkung: Er ist taub. Die Ohren sind für ein Farbmäuslein nicht unwichtig. Sie kommunizieren die meiste Zeit im für uns nicht wahrnehmbarem Ultraschallbereich, davon bekommt Mick leider nichts mit. Er bemerkt auch erst spät, wenn der Mensch sich nähert. Er erschreckt sich vor der Hand, wenn sie plötzlich kommt, hat aber noch nie gebissen, auch nicht vor Schreck. Es hilft, wenn man sich ihm langsam von vorne nähert, sodass er die Chance hat, den Geruch frühzeitig wahrzunehmen. In den bisÜber den Geruch konnte er sich beim Start der Vergesellschaftung auch nicht orientieren. Und die Augen sind bei Albinomäuschen nicht die besten. Dafür hat er sich aber gut gemacht und hat nie für Ärger gesorgt.

Mick ist neugierig und an der Hand interessiert. Er ist ein wirklich lieber Mäuserich, der sich über ein tolles zu Hause freuen würde. Hast du Interesse an ihm oder seinen Jungs? Dann melde dich bei unserer Pflegestelle Oberhausen: sabrina.tillenkamp@nagerschutz.de

Juli 2016

Lena


Lena ist solo, und das soll keinesfalls so bleiben. Rennmäuse sind Gruppentiere, und sollten keinesfalls alleine leben müssen.

Lena stammt aus einer Großgruppe. Der Züchter hatte nach Infos des ehemaligen Halters 9 Weibchen gemeinsam abgegeben.

In der freien Natur leben Rennmäuse als Familie in einer Gruppe. Die heranwachsenden Jungtiere werden vertrieben und gründen einen neuen Familienverband. In der Heimtierhaltung wird dieses Verhalten hochkritisch, da sich die Rennmäuse ja nicht aus dem Weg gehen können. In Gruppen ab 3 Tieren kommt es daher häufig zu Revierstreitigkeiten. Die Haltung von Gruppen bringt eine odentliche Herausforderungen mit sich. Sie erfordert vom Halter Erfahrung, Wissen über das Sozialverhalten und auch Platz, um reagieren und trennen zu können. Streit in einer Rennmausgruppe verlangt sofortiges Handeln! Die Gruppe von Lena wurde getrennt, bevor es zu tödlichen Verletzungen kam und auf Pflegestellen aufgeteilt.

Lena hat sich von ihren Bisswunden erholt und möchte jetzt nochmal eine neue Partnerschaft eingehen. Somit steht eine Vergesellschaftung an! Aber vor dieser Herausforderung schrecken viele Halter zurück. Ja, nicht ganz ohne, aber auch eine ganz tolle Erfahrung :).

Wir und Lena möchten Euch gerne Mut machen und werden Euch zu der Trenngitter- und auch Großraummethode Erfahrungsberichte zur VG von erwachsenen Tieren zur Verfügung stellen. Wir bauen unseren Bereich Vergesellschaftung weiter aus: nagerschutz.de/tiere/mongolischerennmaeuse/verhalten.php. Ihr könnt Euch dann weiter in die Thematik einlesen. Für Fragen stehen natürlich unsere Rennmausansprechpartner immer zur Seite.

Lena nimmt übrigens ab sofort Adoptionsanfragen an und wir werden über die Vergesellschaftung berichten. Ihr erreicht Lena für Angebote und Fragen über karoline.kreitz@nagerschutz.de.

Juni 2016

Die Mädels aus dem Müllsack


In den letzten Monaten mussten die Mädels einiges über sich ergehen lassen. Angefangen mit dem Tag, an dem sie mit vielen, vielen Mäusen in einen kleinen Gitterkäfig gestopft in einen Müllsack gepackt und einfach draußen abgestellt wurden. Zunächst ging es steil bergab. Durch die schlechten Bedingungen entwickelten sie einen Pilz, der fürchterlichen Juckreiz verursachte und zu Entzündungen der Augen führte. Viele hatten sich außerdem hartnäckige Atemwegsinfekte eingefangen.

Als sie in unseren Pflegestellen einzogen, waren sie sehr gestresst und erschöpft. Nur sehr langsam ging es bergauf. Aber immerhin gab es von nun an einen Lichtblick. Nach der 4-wöchigen Pilzbehandlung ist der Juckreiz endlich verschwunden, das Fell nachgewachsen und die Augen geheilt. Auch die Atemwegsinfekte wurden mit Antibiotikum erfolgreich behandelt, lediglich Mei und Mercy hat es besonders schlimm erwischt. Ihre Behandlung muss noch ein wenig fortgesetzt werden.


Nun ist es geschafft. Die Mädels sind soweit fit und munter und haben in den letzten Wochen bei uns schon einen Vorgeschmack bekommen, was es heißt, ein schönes Mäuseleben zu führen. Sichtlich genießen sie alles, was dazu gehört. Futter, in ausreichender Menge für alle und sooo lecker. Tiefes Streu, in dem man buddeln kann. Heu zum Verstecken und Häuschen, in denen man sich gemütlich aneinander kuscheln kann. Nur eines fehlt noch zum Happy End – ihr Traumzuhause.

Wir suchen also auf diesem Wege liebe Körnergeber, die diesen schicksalsgeplagten Mäusen ein schönes Heim geben möchten. Hast du Interesse? Hier geht es zu ihrer Vermittlungsanzeige.

Obwohl die Mädels in ihrem Leben schon so viel schlechtes erlebt haben, sind sie bis auf wenige Ausnahmen sehr neugierig und holen sich gern Leckerchen aus der Hand ab. Auch bei der medizinischen Versorgung waren sie bisher unproblematisch. Gegenüber ihren Mitmäusen zeigen sie besonders liebevolles Verhalten. Obwohl wir die Gruppe neu zusammensetzen mussten, gab es keine Zickereien oder ähnliches. Sie scheinen einfach nur heilfroh, nun in Ruhe ihr Leben genießen zu können.


Auch, wenn du den Mädels kein Zuhause bieten kannst, kannst du ihnen die Wartezeit ein wenig versüßen. Dazu gibt es die Möglichkeit, ein "Kleine Nager, große Freude in Duisburg"- Paket in Kellis Tiershop zu bestellen, oder du bestellst etwas im Futterparadies für die Mäuse, indem du bei deiner Bestellung einfach die folgende Lieferadresse angibst:

FutterParadies.de
Stefan von der Forst
Borsigstr. 70
52525 Heinsberg
Versandart: Nagerschutz Spende


Hier freuen sich die Mäuse besonders über Farbmaus Grundfutter, ein paar Leckereien und Spielzeug zum zerstören (Grasnester, Heutunnel, ...). Vielen Dank für deine Spende!

Mai 2016

Statler

Das ist Statler. Er ist am 23.01.2013 geboren und somit schon ein kleiner Senior.

Er kam im April 2014 zum Nagerschutz e.V. und wurde dort mit seinem neuen Freund Waldorf vergesellschaftet. Damals hießen die beiden noch Frederik und Piggeldy (jetzt Statler).

Es war eine schöne Vergesellschaftung und schon kurz darauf konnten die beiden in ihr neues, traumhaft schönes, Zuhause ziehen. Dort wurden sie zu Statler und Waldorf. Ein gutes Jahr machten die beiden ihren Haltern sehr viel Freude. Bis es im Mai 2015 knallte. Statler hatte Waldorf ordentlich gebissen und die beiden mussten getrennt werden.

Statler zog nach Düsseldorf und sollte dort neu vergesellschaftet werden. Leider schlugen diverse Versuche fehl, bis es mit Lio endlich klappte. Allerdings hielt auch diese Männerfreundschaft nicht lange. Nach ein paar Wochen kam es zu bösen Beißereien zwischen den Jungs und auch die beiden mussten getrennt werden. Seit Januar sitzt Statler nun leider alleine und wartet auf einen neuen, passenden Partner.

Wir haben uns natürlich viele Gedanken gemacht, warum es immer wieder zu diesen heftigen Streitereien kommt und haben jetzt eine Vermutung. Statler hat rote Augen(red-eye) und kann den Anzeichen nach nicht besonders gut sehen. Oft sitzt er da und wiegt sein Köpfchen hin und her. Dies nennt man auch taxieren. Wenn man sich ihm zu schnell z.B. mit der Hand nähert, springt er auf einen zu und beißt in die Hand. Wir vermuten, dass er sich erschreckt und deswegen so reagiert.

Aber natürlich soll Statler nicht alleine bleiben. Unsere Ansprechpartnerin Edda Wellmann - Spezialistin für Rennmausvergesellschaftungen - nimmt ihn zu sich und wird bestimmt eine tolle Lösung für Statler finden.

Warum stellen wir Statler vor? Wir wollen darauf aufmerksam machen, dass die Ursachen für Streitereien so vielseitig sein können, wie die Tiere selber. Man muss sich auf die Bedürfnisse und die Besonderheiten eines jeden Tieres einstellen und muss nach Lösungen suchen. Eine Lösung darf es niemals sein. Das Tier alleine zu halten und es in die Ecke zu stellen, weil es beißt. Auch Statler liebt Abwechslung, mal ein Leckerchen aus der Hand und eine Krauleinheit. Man muss nur entsprechend mit seinem Handicap umgehen, dann ist er eine liebe, zutrauliche Maus, die sehr viel Spaß macht.

April 2016

Felix

Das ist Felix. Nein, Felix, ist wirklich kein Nager. Felix ist ein Feldhasenbaby und zur Aufzucht der jüngste Gast in der Pflegestelle Roth. Wir stellen Felix nicht vor, weil es so süß ist oder weil sie uns Unmengen von Milch wegtrinken wird und wir Sachspenden gebrauchen können. Nein, wir wollen mit Felix auf die Situation der Feldhasenkinder aufmerksam machen.
Bitte beachte:
Feldhasen legen ihre Jungen, die Nestflüchter sind, in Mulden ab. Die Mutter sucht das Junge nur zweimal täglich in der Dämmerung zum Säugen auf. Somit ist nicht jedes Feldhasenbaby, das alleine am Feldrand sitzt auch hilfebedürftig. Wird das Junge angefasst, wird die Mutter es wegen des fremden Geruches wahrscheinlich nicht mehr versorgen. Durch das Anfassen kann dem Tier also unter Umständen mehr geschadet als geholfen werden. Vor Eingriffen in die natürlichen Gegebenheiten muss auch die rechtliche Situation beachtet werden. Ein Wildtier einfach aus der Natur mitzunehmen, ist verboten und erfüllt den Straftatbestand der Wilderei! Nach � 43 Abs. 6 Bundesnaturschutzgesetz ist es zulässig, verletzte, hilflose oder kranke Tiere aufzunehmen, um sie gesund zu pflegen. Dabei ist die Befugnis zur Aneignung aber durch das Jagdrecht � 1 (5) geklärt (siehe unten).
Wichtige Hinweise für den Notfall:
Leider kann eine Aufzucht in Menschenhand nie die Aufzucht durch die Hasenmutter ersetzen. In der Muttermilch werden keine Luft, aber z.B. Abwehrstoffe für das Immunsystem übertragen. Die Ersatzmilch ist nicht so fett und die Aufzucht dauert somit länger. Es kommt häufig zu Komplikationen, z.B. Blähbauch. Leider ist die Sterblichkeitsrate hoch!! Und ein Feldhasenjunges das es schafft  ja das hat schon aufgrund der Gesetzeslage ein Recht auf ein Leben in freier Natur. Feldhasenjunge müssen ausgewildert werden. So süß wie Felix ist, achten wir sehr darauf, dass es ausreichend an mich gewöhnt ist, damit die Fütterung keinen Stress verursacht. Aber auch nur so viel, das es sich in einigen Wochen auch ganz schnell wieder von mir entwöhnen kann ;) Wir brauchen jetzt eigentlich nur noch Daumendrücker! Na gut  wenn jemand doch die Aufzucht unterstützen möchte, freuen wir uns über weitere Gummisaugeraufsätze Gimborn Nr. 2 und Aufzuchtmilch von Royal Canin oder Astorin.

März 2016

Meggie

Meggie kam Ende Januar gemeinsam mit einigen anderen Tieren, darunter weitere Farbmäuse, Rennmäuse und Ratten, durch eine Sicherstellung in das Tierheim Mülheim. Eine Mitarbeiterin des Tierheims wandte sich an uns. So zogen die Farbmäuse aus der Sicherstellung in unsere Pflegestellen Düsseldorf und Oberhausen.

Meggie sa� im Tierheim einzeln, weil eine Verletzung vermutet wurde. Auf der Fahrt in die Pflegestelle Oberhausen am 31.01.2016 lernte sie Mathilda und Myriel kennen, ebenfalls Farbmäuse aus dieser Sicherstellung. Sie waren sofort ein Herz und eine Seele.



Mathilda und Myriel waren beim Einzug bereits sichtbar schwanger. Mathilda bekam ihre Jungtiere am 06.02. und Myriel am 07.02. Meggie war nicht schwanger. Sie hat sich sofort rührend um die Kids gekümmert und war den beiden Müttern eine große Hilfe.

Meggie ist eine ganz besondere Maus. Sie ist geduldig und sehr vertrauensvoll. Vom ersten Tag an zeigte sie keine Angst und kam sofort auf die Hand. Sie ist auch sehr neugierig und einfach eine Seele von Maus.


Leider bewegt sie sich nicht sehr elegant. Sie hat eine angeborene Veränderung des Knorpels im linken Knie, die dazu führt, dass ihre Kniescheibe immer wieder verrutscht. Aber Meggie wei� damit umzugehen. Sie schüttelt ihr Beinchen und kann dann wieder normal laufen. Beim Kratzen stellt sie sich etwas ungeschickt an, weiß sich aber zu helfen. Beim Klettern ist sie leider etwas eingeschränkter, da ihre Hinterbeinchen recht schwach sind.


Zur Zeit haben die Schätze Würmer. Am 06.03. werden die Mäusekinder nach Geschlechtern getrennt. Wenn dann die Behandlung vorbei ist und eine erneute Kotprobe bestätigt, dass die Würmer weg sind, sucht Meggie gemeinsam mit Mathilda, Myriel und den jungen Mädels ein neues zu Hause. Vielleicht hast du ja ein Plätzchen f�r die süße Nase?

Februar 2016

Der kleine Fusselprinz



Der kleine Mäuserich ist vor 2 Wochen in der Pflegestelle Duisburg eingezogen. Er stammt aus einem Unfallwurf und musste ganz allein auf ein neus Heim warten, während all seine Brüder schon ausgezogen waren. Hier in der Pflegestelle bekam er Gesellschaft von Luke, Sebastian und Fritzelblitz. Die 3 waren vor einiger Zeit schonmal Nagerschützlinge und sind nun wegen Haltungsaufgabe wieder in die Pflegestelle Duisburg eingezogen. Sie haben den kleinen Mann ohne Probleme aufgenommen und gleich liebevoll bekuschelt.

Hier in der Pflegestelle Duisburg hat der kleine Fusselkerl alles bekommen, was er braucht. Gesellschaft, ein schönes Gehege und vor einer Woche ist er erfolgreich kastriert worden. Nur eins fehlt ihm noch  ein Name.

Nachdem der letzte Aufruf erfolglos geblieben ist,
wird immer noch ein lieber Mensch gesucht, der
eine Namenspatenschaft �bernehmen m�chte. Dazu
gibt es folgende M�glichkeiten:
  • ein Duisburg-Paket" aus Kellis-Tiershop
  • eine einmalige Spende, die dazu verwendet
    wird, die Kastrationskosten in H�he von 20
    zu decken oder dem M�userich etwas
    anderes gutes zu tun

    Die Spende kann direkt auf das
    Nagerschutz e.V.
    GLS Bank
    Kontonummer: 8237691600
    Bankleitzahl: 43060967
    Iban DE58430609678237691600
    Bic GENODEM1GLS

    Betreff: kleiner Farbm�userich in der
    PS Duisburg

In jedem Fall kannst du deinen Namenswunsch an julia.jesse@nagerschutz.de schicken. Der kleine Fusselprinz wird sich pers�nlich bei dir bedanken!



Aktueller Status: Der kleine Drops hat noch keinen Namenspaten gefunden

November 2015

Arktos



Arktos wohnt nun schon seit fast einem halben Jahr in der Pflegestelle Duisburg und hat sich nach der langen Zeit den Status Nager des Monats absolut verdient. Bevor er in meine Pflegestelle kam, lebte er mit anderen Farbmausb�cken zusammen, allerdings hatte sich die Gruppe schnell b�se zerstritten. Als er im Alter von 3 Monaten bei mir einzog, konnte er endlich kastriert werden. Trotzdem haben sich die Streiterein ziemlich in die kleine M�useseele eingebrannt, sodass er auch noch lange Zeit nach der Kastration sehr aggressives Verhalten zeigte und sich von anderen M�usen gleich bedroht f�hlte. Nachdem schnell klar war, dass er f�r jeden neuen Halter eine Zumutung w�re, habe ich beschlossen, ihn mit 3 lieben M�dels, Reza, Lila und Sarah, zu vergesellschaften. Es war ein langer Weg bis die 4 sich aneinander gew�hnt haben, aber die M�dels haben Arktos' komisches Verhalten mit sehr viel Geduld ertragen und sich nie gewehrt, wenn er sie mal wieder sehr grob behandelt hat. Arktos hat endlich gemerkt, dass andere M�use auch ganz lieb sein k�nnen und Artgenossen nicht zum Streiten und K�mpfen, sondern zum Knuddeln da sind.

Seitdem sind nun einige Monate vergangen, in denen Arktos sich immer mehr zu einer normalen Maus entwickelt hat. Leider gab es dennoch keinerlei Interessenten f�r die kleine Gruppe. Anfang Oktober entschied ich deshalb, die Gruppe zu vergr��ern, da ich den Eindruck hatte, dass sie sich zu viert langweilen. Der Moment war perfekt, hatte ich doch einige Wochen zuvor 3 tr�chtige M�dels aus einem privaten Notfall aufgenommen, sodass ich viele M�use zur Auswahl hatte und 3 ruhige M�dels aussuchen konnte. Die 3 haben sich super in die Gruppe eingef�gt, Arktos hat sie f�r seine Verh�ltnisse sehr gut aufgenommen und es ist eine wirklich tolle, sehr harmonische Gruppe geworden. Aus diesem Notfall stehen �brigens immer noch einige superliebe M�dels zur Vermittlung: Vermittlungsanzeige der M�dels



Arktos f�hlt sich mit seinen Damen sehr wohl und kann das Leben nun endlich genie�en. Als letzten Schritt auf seinem Weg zu einem rundum gl�cklichen M�userich fehlt ihm nur noch ein sch�nes F�r-Immer-Zu-Hause. Ist dein Interesse geweckt und du kannst dir vorstellen, dieser tollen Gruppe ein Heim zu geben? Dann freue ich mich auf deine Adoptionsanfrage.

Aber auch, wenn du ihnen kein zu hause geben kannst, kannst du die Gruppe unterst�tzen und ihnen die Wartezeit auf ein sch�nes Heim vers��en, z.B. mit einem Kleine, Nager, gro�e Freude Paket aus Kellis Tiershop. Arktos wird sich mit einem h�bschen Bild pers�nlich bei dir bedanken :-D M�chtest du au�erdem wissen, wie es mit Arktos und seinen M�dels weitergeht, freuen sie sich auch �ber einen Paten, der durch regelm��ige Patenpost auf dem Laufenden gehalten wird: Patenschaftsantrag. Als kleines Dankesch�n darf der zuk�nftige Pate au�erdem die Namen der drei M�dels aussuchen. Na, hast du schon eine Idee? ;-)


Sie ist die Mutter der beiden kleinen braunen M�dels. Die 3 warten gespannt auf deinen Namensvorschlag!





Kontakt: Adoptionsanfrage

Oktober 2015

Morrigan



Kaum in die Pflegestelle gezogen und schon Nager des Monats!

Morrigan ist ein ca. drei Monate junges Zwerghamstermädchen (Hybride).
Sie wurde von privat abgegeben, da sie sich mit ihrer Schwester nicht mehr verstanden hat und es zu Beißereien kam.
Morrigan, in der Pflegestelle kurz Mo genannt, ist ein sehr neugieriges, wuseliges und witziges Hamstermädchen. Ihre anfängliche Scheu hat sie schnell abgelegt. Sobald sie einen Menschen sieht, steht sie erwartungsvoll an der Scheibe und hofft auf Leckerchen. Dafür klettert sich auch gerne auf die Hand.

Wer hat für das kleine Zauberwesen ein Zuhause? Denkt daran: Kein Film ist interessanter als Hamster-TV und Mo hat definitiv einiges zu bieten!
Ab dem 23.10.2015 darf sie ihre Köfferchen packen und in ihr Für-immer-Zuhause ziehen.

Kontakt: Adoptionsanfrage



September 2015

Holmes & Watson



Die mongolischen Rennmäuse Holmes und Watson sind Anfang des Jahres vom Tierheim Düsseldorf aus in unsere Pflegestelle gezogen. Abgegeben wurden sie aufgrund einer Allergie der Halterin.
Schnell haben sie sich hier eingelebt und zeigen sich sehr neugierig und zutraulich. Echte Traumkerle. Dennoch sprangen Interessenten aufgrund ihres Alters immer ab.. Mittlerweile sind sie über 3 Jahre alt. Wir haben entschieden dass die netten Senioren nun bei uns bleiben dürfen. Watson hatte zuletzt mit einer Erkältung zu kämpfen. Durch den vertrauten Umgang mit der Pflegestellenbetreuerin war die Medikamentengabe jedoch überhaupt kein Problem und absolut stressfrei.
Holmes und Watson zeigen uns jeden Tag wie toll ältere Tiere sind. Sie mögen nicht mehr so aktiv und hibbelig wie junge Rennmäuse sein, doch das tut ihrer Neugier und Abenteuerlust keinen Abbruch. Für ein Leckerchen führen sie einen Zirkus auf und bringen uns immer wieder zum Lachen.

Vielleicht möchtest du sie als Pate ihren hoffentlich noch lange währenden Lebensabend begleiten?



August 2015

Püppi


Na, zu welchem Tier mag wohl diese entzückende Rückenansicht gehören?



Leider müssen wir euch mitteilen: Was ihr hier seht ist ein Rennmaus-Mädchen. Unsere Püppi hat in ihrem jungen Leben Unvorstellbares mitgemacht und - ja das können wir ruhig so schreiben - überlebt.

Wie bei den meisten unserer Schützlinge beginnt Püppis Geschichte mit dem Kauf zweier Rennmäuse im Zooladen. Als schließlich das Tierheim Leverkusen eingeschaltet wurde, waren es bereits 20 Tiere mit einem weiteren Wurf. Wir sagten zu die männlichen Rennmäuse und Mutter mit Wurf aufzunehmen.

In der Transportbox wurden alle Babys totgebissen aufgefunden. Auch die viel zu junge Mama war von oben bis unten mit Bisswunden übersäht, abgemagert und ausgelaugt, der Schwanz schwerst verletzt, die Augen geschwollen und nässend. Auch für uns und die Pfleger des Tierheims ein Schock. Ob wir dieses kleine Leben noch retten können?





Ihr Schwanz war nicht mehr zu retten. Doch die Wunde verheilte gut. Langsam fand sie ihren Appetit wieder. Doch ihr immer noch tränendes Auge bereitete uns weiterhin Sorge. Mit einer Engelsgeduld ließ Püppi die Behandlung mit Tropfen, Salben und Antibiotikum mehrmals täglich über sich ergehen. Als würde sie merken dass wir ihr helfen wollten.



Doch auch nach Wochen zeigte sich keine Besserung, das Auge war zu stark verletzt, also entschieden wir gemeinsam mit den Tierärzten das Auge zu entfernen. Püppi sollte endlich ein Rennmausleben führen dürfen, das Leben auf Papiertüchern, mit dem täglichen Stress der Medikamentengabe und den Schmerzen des entzündeten Auges konnte einfach kein Dauerzustand sein.

Schon die vergangenen Baustellen (Schwanz, Bisswunden, Untergewicht) hat unsere kleine Kämpferin erfolgreich gemeister. Ihre Energie und Freude am Leben war unverkennbar. Und auch diesen letzten Eingriff hat sie überstanden. So schnell war sie aus der Narkose wieder erwacht, so quietschfidel rannte sie am Abend schon durchs Gehege. Mittlerweile sieht die OP-Wunde vorbildlich aus, die Tierärzte sind von unserer Heldin ebenso begeistert wie wir.





Püppi soll nun einen Gnadenbrotplatz in unserer Pflegestelle in Düsseldorf bekommen.Zu ihrem Glück fehlt der kleinen Piratenbraut nun nur noch ein Artgenosse. Wir wollen sie noch ein paar Tage päppeln damit sie gesund und fit in die Vergesellschaftung gehen kann. Nach einem passenden Partner halten wir bereits Ausschau.

Wer unsere Kein-Schwanz-Maus mit einer Patenschaft auf ihrem Weg begleiten möchte, kann sich gerne direkt bei der Pflegestelle melden: Kontakt Püppis Brüder Raffael und Donatello suchen außerdem einen neuen Körnergeber mit großzügiger Rennmausvilla ( Zur Vermittlungsanzeige )

Wir freuen uns auf eine schöne Zeit mit dieser wirklich ganz besonders bezaubernden Maus und haben euch sicher zukünftig viele schöne Püppi-Geschichten zu erzählen :-)



Juli 2015

Zwerghamsterin Stella




Stella wurde aus einer Zuchtauflösung übernommen. Der Nagerschutz e.V. hatte Ende Mai die Aufnahmeanfrage des Züchters bekommen. Fast 30 Hamster waren auf der Suche nach einer neuen Unterbringung. Unsere Kapazitäten konnten dies nicht auffangen. Mit Hilfe der Hamsterhilfe NRW konnte letztendlich aber allen Hamstern geholfen werden. 23 Hamster gingen auf Reise in den Norden.



Wir danken der Hamsterhilfe NRW herzlichst für die schnelle Unterstützung und tolle Kooperation. Dieser Fall zeigt, wie wichtig die vereinsübergreifende Zusammenarbeit im Tierschutz ist. Zum einen für einzelne Notfelle, aber auch gemeinsame Ziele in der Tierschutzarbeit.

Das kleine Notfellchen Stella ist gesundheitlich etwas angeschlagen, und charmant ausgedrückt etwas pumelig. Aufgrund eines noch unklaren Fellverlusts ist sie aktuell noch nicht zur Vermittlung bereit. Über eine Patenschaft würde sich Stella und die Pflegestelle zur Unterstützung für die entstehenden Tierarztkosten wirklich freuen. Und sicher springt trotz Diät ein gesundes Leckchen für sie ab ;)

Juni 2015

Die Wiesenkaninchen


Natürlich sind Kaninchen keine Nager! Aber auch diesen Monat machen wir mal wieder eine Ausnahme für unsere hasenartigen Pflegetiere.

Erinnert ihr Euch noch an Henry und Charlotte, unsere Fundkaninchen aus dem Wald? Sie haben dem Nagerschutz sechs Welpen, mittlerweile Halbstarke beschert. Die Kaninchenfamilie im blog.

Aber warum denn „Wiesenkaninchen“? Mama Charlotte, Melissa, Tessa, Rosalie, Anton und Victor lieben Wiese! Zum einen haben sie sie zum Fressen gerne, zum anderen nutzen sie die Wiese mit voller Leidenschaft zum Flitzen, Springen und Umgraben. Die Familie macht hier zwei Grundstücke mit 1000 qm zueigen.
Trotzdem möchten die jungen Kaninchen ihren Wirkungskreis verändern. Die fünf sind auf der Suche nach einem neuen Für-Immer-Zuhause, gerne mit Wiese und Freilauf im Garten ;)

Anton im Sommerkleid


Im kommenden Monat werden wir mit Unterstützung der Wiesenkaninchenfamilie Kaninchenbedürfnisse, die Vor- und Nachteile der Aussenhaltung, die Grundlagen der Wiesenfütterung und wenn es klappt noch ein paar kaninchenstarke Videos vorstellen.

Victor zeigt im Video mal eine Kaninchenstärke im Aufwärmtraining!

Mai 2015

Farbmäuse Lotta und Micky




Lotta und Micky sind mit drei anderen Mäusen, die leider schon verstorben sind, bereits letzten Sommer in der Pflegestelle Duisburg eingezogen. Ursprünglich sollten sie nur als Begleitung für meine eigenen 3 Mausedamen bleiben, die zu dem Zeitpunkt bereits aufgrund chronischer Krankheiten und ihrem Alter sehr wackelig unterwegs waren. Aber wie immer kommt alles anders als man denkt.

Micky ist mittlerweile ein richtiges Opamäuschen geworden, seine Augen werden schlechter und er ist ein wenig wackelig unterwegs. Wie alt er wirklich ist, ist uns leider nicht bekannt. Vor einigen Wochen haben wir uns entschlossen, ihn zum Rentner und somit zum Gnadenbrottier zu erklären. Lotta sollte natürlich nach dem Tod ihrer Begleiterinnen nicht allein ausziehen und weil sie ebenfalls nicht mehr die Jüngste ist, hat auch sie den Gnadenbrotstatus erreicht. Da ihre Gruppe in der Zwischenzeit auf 3 Nasen geschrumpft ist, haben sie neue Gesellschaft bekommen. Der Zeitpunkt für die Vergesellschaftung war sehr schwierig einzuschätzen, denn die beiden haben eben schon ein beachtliches Alter erreicht und die dritte Maus im Bunde ist auch nicht mehr ganz fit. Aus Angst, dass es der letzten Maus zu schlecht für eine Vergesellschaftung geht, wenn ich noch länger warte, sind 5 bezaubernde Jungspunde eingezogen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten zeigte sich schnell, dass die Entscheidung, die 3 Senioren nochmals zu vergesellschaften absolut richtig war. Micky ist in Gesellschaft der jungen Hüpfer richtig aufgeblüht und fühlt sich trotz der altersbedingten Beschwerden sichtlich wohl. Auch Lotta ist seitdem viel aktiver. Nun ist die Vergesellschaftung beinahe abgeschlossen.



Während die anderen ein neues Inventarstück erkunden, sitzt Micky ganz in Ruhe im Futternapf und sucht die Leckerbissen aus dem frischen Futter heraus, bevor die anderen es ihm streitig machen können. Ob er in seinem Alter einfach kein Interesse mehr an Herumtoben und Erkunden hat, der Hunger über die Neugier siegt oder ob er die Gelegenheit beim Schopfe packt, sei nun mal dahingestellt ;-)

Du kannst Micky und Lotta auch mit einer Patenschaft unterstützen und Micky so den ein oder anderen besonderen Leckerbissen zukommen lassen. Alte Herren schreiben bekanntlich ja auch gern Briefe, sodass auch für dich was dabei rum kommt :-)



April 2015

Rennmausböcke Bobby & Bibo




Die Geschichte von Bobby, Bibo und ihrer Familie ist keine Schöne..

Wir bekamen eine Anfrage, ob wir eine 3er Gruppe Rennmäuse aufnehmen könnten. Die Familie würde umziehen und die Rennmäuse könnten nicht mitkommen. Leider überraschen uns solche Abgabegesuche nicht mehr, da wir aber in den eigenen Pflegestellen eigentlich keinen Platz mehr hatten, boten wir der Familie an für sie eine Vermittlungsanzeige zu schalten um vielleicht auf diesem Wege ein Zuhause für die Gruppe zu finden. Als wir dann Informationen zu den Tieren einholten, entschieden wir uns doch die Sache vor Ort anzuschauen. Mutter und ihr Partnerbock wurden vor 3 Jahren in der Zoohandlung erworben. Seither gab es regelmäßig Nachwuchs, welcher praktischerweise wieder von der Zoohandlung abgenommen wurden. Nach dem Tod des Vaters lebte und produzierte die Mutter dann weiter mit ihren Söhnen Bobby und Bibo, aber seit einiger Zeit bliebe der Nachwuchs aus. Außerdem wäre die Mutter seit einigen Tagen stark abgemagert und man vermutete dass sie wohl bald sterben würde. Einen Tierarzt hätte man nicht aufgesucht, sie sei ja schließlich auch schon eine alte Maus..

Als wir eintrafen lag die Mutter bereits tot im Einstreu des viel zu kleinen Geheges. Ihr Söhne nahmen wir dann mit in unsere Pflegestelle.

Vor allem Bobby war viel zu dick, als wir ihn aufnahmen: 130g. Seine Bewegungen wirkten sehr behebig.



Mittlerweile sind Bobby und Bibo echte Marathonläufer geworden.Bobby hat sich durch begeisterten Laufradsport und gesunde Ernährung eine Traum-Rennmausfigur erarbeitet und ist so frech und flink wie wir es von Rennmäusen kennen.

Nachdem beide nun fit und gesund sind, suchen wir ein ganz besonders schönes neues Zuhause für die Jungs. Bobby und Bibo möchten in ein Gehege mit Mindestgrundfläche von 120x60cm ausziehen. Es sollte hoch eingestreut werden und wenigstens eine Teiletage mit 2 Laufrädern (Mindestdurchmesser 27cm) enthalten. Rennmaus gerechte Einrichtung wie Labyrinthhäuschen, Korkröhren, Sandbad, etc, sowie ausreichend Beschäftigungsmaterial wünschen unsere Jungs sich außerdem.

Lest euch bei Interesse an diesen tollen Burschen bitte unsere Abgabebedingungen durch und meldet euch bei katrin.schrankel@nagerschutz.de

Für ihre Mutter zünden wir heute eine Kerze an. In Gedenken an all die Tiere, die durch falsche Beratungen in Zoohandlungen und Profitgier der Händler ein qualvolles Leben auf dieser Erde fristen müssen und mussten. Bibi, es tut uns leid dass wir zu spät von deinem Schicksal hörten, du als Gebärmaschine lebtest und man dir aufgrund deines Alters den vielleicht lebensrettenden Tierarztbesuch vorenthielt!



März 2015

Farbmauskastraten Ni & Buh




Im März 2014 zogen 7 Mäusebrüder ein, von denen nun nach einem Jahr noch unsere Nager des Monats Ni und Buh in unserer Pflegestelle Oberhausen leben. Sie wurden von einer jungen Frau aus schlechter Haltung gerettet, die aber dann selbst keine Zeit mehr für die Betreuung und Vermittlung der weißen Schätze hatte.

Nach erfolgreicher Kastration fanden 4 Jungs schnell ein neues zu Hause. Die dortigen Ereignisse machten uns aber Sorgen. Bi, Ni und Buh standen nun unter Verdacht auf Herzfehler/Herzschwäche und auch der Verdacht auf Leukose stand im Raum. Sie wurden Gnadenbrotmäuse und verbringen ihr Leben in der Pflegestelle Oberhausen.

Bi ging es vor wenigen Wochen schlechter und schlechter. Wir mussten Abschied von ihm nehmen... Er war ein toller Mäuserich. Wir ließen ihn obduzieren und konnten so den Leukoseverdacht widerlegen.

Ni und Buh sind nun zu Zweit. Da Farbmäuse sich in Gruppen ab 4 Tieren wohl fühlen, sind wir für die beiden jetzt auf der Suche nach 2-7 Begleitmäusen. Diese sollen die beiden bis zu ihrem Lebensende begleiten und anschließend in die Vermittlung gehen.

Ihr könnt Ni und Buh auch mit einer Patenschaft unterstützen. Die beiden zerschreddern nicht nur fleißig ihre Einrichtung, sie schreiben auch fleißig Patenpost ;-)

Kontakt: sabrina.tillenkamp@nagerschutz.de



Februar 2015

Farbmauskastrat Speedy




Speedy kam sehr unverhofft zum Nagerschutz e.V. . Wir betreuten seine Halterin als ihre 3 unkastrierten Farbmausböcke anfingen sich zu streiten. Seine Brüder Sleepy & Wuschel kamen in unsere Pflegestelle Oberhausen, Speedy blieb bei der Halterin bis wir einen Platz für ihn fanden.

Bei der Vergesellschaftung im neuen Heim zeigte Speedy sich dann leider alles andere als freundlich. Ohne Vorwarnung stürtzte er sich äußerst aggressiv auf die teilweise schon älteren Tiere aus der Gruppe der zukünftigen Halterin. Das wollten wir den alten Ladys nicht zumuten und so nahmen wir Speedy mit in unsere Pflegestelle. Nun sollte er hier mit passenden Mäusemädels behutsam vergesellschaftet werden.

Was haben wir uns Gedanken gemacht. Sein Auftreten beim ersten Vergesellschaftungsversuch hat uns mächtig beeindruckt. Nach einiger Zeit in seinem großzügigen Pflegegehege hatten wir dann eine nette Weibertruppe beisammen und starteten den zweiten Vergesellschaftungsversuch.

Und was sollen wir sagen... Wir waren uns nicht sicher ob das derselbe tobsüchtige Kastrat war, den wir damals mitgenommen hatten. Speedy war so lieb und glücklich über die Gesellschaft. Eine Traum-Vergesellschaftung.

Heute lebt er glücklich zusammen mit seinen 6 Mädels in unserer Pflegestelle Düsseldorf. Von dort aus sucht die bunte Truppe gemeinsam einen neuen Wirkungskreis.

Zur Vermittlungsanzeige



Januar 2015

Rennmäuse Parsifal und Krüger

Parsifal wurde ausgesetzt alleine gefunden. Er wartete anschließend noch einige Monate vergeblich im Tierheim Miltenberg auf die Vermittlung und somit auch auch auf einen Partner.



Krüger war nach dem Tod von seinem Partner Freddy leider auch ein recht junger Witwer. Trotz, dass die Voraussetzung vom Alter her nicht so gut passten, haben wir uns auf unser Gefühl verlassen und die beiden vergesellschaftet. Bei der Zusammenführung war Parsifal sehr unsicher und wir haben beide nochmals zurück ans Trenngitter gesetzt, bis Parsifal so weit war. Dann hat es sofort geklappt und schon nach einer Stunde haben die beiden zusammengekuschelt in einem Nest geschlafen. Seither sind die beiden fast unzertrennlich. Getrennt sind die beiden nur für ihre leidenschaftlichen Hobbys: Krüger läuft sportlich seine Runden im Rad ab, während Parsifal mit aller Begeisterung das Nest ausbaut. Ansonsten ist im Gehege meist nur ein beiger Haufen zu entdecken. Die beiden kleben förmlich aneinander ;)!!!

November 2014

Henrys und Charlottes Kaninchenfamilie

Ja dieses Monat ist eine ganze Familie “Nager des Monats”. Wobei das nicht ganz korrekt ist, denn Kaninchen sind ja keine Nager. Aber in diesem Fall wollen wir mal nicht kleinlich sein. Denn eine ganze Kaninchenfamilie gab es beim Nagerschutz noch nie. Auch für uns eine Premiere :)

Die beiden Eltern Henry und Charlotte wurden im August von Spaziergängern in einem abgelegenen Wald ausgesetzt gefunden. Die Finder haben sich den beiden Kaninchen angenommen. Ihre Zeit im Wald ist aber nicht spurlos an ihnen vorgeigegangen. Henry hatte mehrere Verletzungen, und beide waren von Endoparasiten befallen. Charlotte hatte blutiges Fell. Ihr Angorafell war so verfilzt, dass sie sich beim Kratzen die Nägel ausgerißen hatte.

Beide wurden Ende August vom Nagerschutz übernommen. Charlotte war trächtig und am 05.09. fanden wir 6 kleine Würmchen in ihrem Nest. Die viele Aufregung hatte Charlotte zu schaffen gemacht und sie war untergewichtig. Wir waren vorbereitet evtl. zufüttern zu müssen. Aber Charlotte hat ihe Babys gut durchgebracht. Die 6 sind ordentlich gewachsen. Und es war wirklich spannend zu sehen, wie selbst die ganz Kleinen schon so unterschiedliche Charakterzüge zeigen.

Wir freuen uns auch wirklich sehr, dass sie da sind, aber…

Die Familie ist dieses Monat Botschafter für “Verantwortlichkeit”. Verantwortung, die wir als Halter für die uns anvertrauten Tiere übernehmen. Bitte sei schon im Vorfeld so verantwortlich und überlege Dir genau, wenn Du Dich für ein Tier entscheidest, ob Du es auch über Jahre betreuen kannst und möchtest. Für die Familie wäre, dass der ehemalige Halter sich hierüber scheinbar keine ausreichenden Gedanken gemacht hat, beinahe tödlich ausgegangen. Bitte zeige auch Verantwortung, wenn Du aus welchen Gründen auch immer, deine Tiere nicht mehr versorgen kannst und abgeben musst. “Ausetzen” ist die wohl absolut verantwortungsloseste Variante und noch dazu strafbar!!

Aber die Familie hat unter einer weiteren Verantwortungslosigkeit zu leiden. Mama Charlotte und auch ihre Kinder sind Angorakaninchen. Der unnatürliche Fellwuchs, auf die Nutztierhaltung zurückzuführen, belastet die Tiere und ist als Qualzucht anzusehen. Verantwortungslos werden Tiere allein nach Aussehen gezüchtet! Wir gehen weiter davon aus, dass Charlotte bereits mehrere Würfe hatte. Henry war nicht kastiert. Vermutlich wurden beide für eine sinnlose Vemerhrung missbraucht.

Kaninchenbabys sind wirklich süß ;-). Aber bitte komme dem Wunsch “einmal” Babys nicht nach. Bitte vermehre nicht und unterstütze auch keine Vermehrung! Es gibt so viele Notfalltiere und zu wenig verantwortungsvolle Halter! Wenn du aber einer bist, nimmt die Familie Deine Anfrage gerne entgegen.

Henry ist bereits in der Vermittlungsrubrik vorgeschrieben Vermittlungsanzeige Henry. Charlotte und ihren Nachwuchs werden wir Euch im Laufe des Novembers einzeln vorstellen.

Oktober 2014

Hybrid-Zwerghamster Simon

Hui, da kommt er aber spät daher, der Nager des Monats Oktober. Und das wo der Simon doch sonst so ein ausgeschlafenes Kerlchen ist. Aufgeweckt und neugierig treibt es ihn auch schon mal zeitig aus dem Nestl und er passt genau auf, was so passiert. Flink ist er dabei!

Das war nicht immer so. Als wir Simon im August aufgenommen haben, war er zwar neugierig, aber von flink und geschickt keine Spur. Simon war viel zu dick. Mit 60 Gramm erinnerte er an eine Kugel. Sieht erstmal süß aus, war aber wirklich ungesund.

Simon ist nämlich ein sogenannter Hybrid, d.h. eine Kreuzung zwischen Dschungarischem und Campbell-Zwerghamster. In Deuschland gelten nur wenige Dschungaren oder Campell-Zwerghamster als artenrein. Nachdem Campbell-Zwerghamster ein erhöhtes Risiko an Diabestes zu erkranken aufweisen, trifft das auch auf Hybriden zu. Aber mit der richtigen Fütterung kann präventiv gehandelt werden. Die Grundlagen haben wir hier zusammengefasst: Fütterung von Campbell-Zwerghamstern, Hybriden und Dschungaren. Deshalb haben wir Simons Ernährung schrittweise, aber zügig umgestellt. Er hat mit Gewichtskontrollen überwacht abgenommen und ist mittlerweile echt sportlich unterwegs. Er ist ein echter Laufrad-Profi.

Früher hatte Simon ein viel zu kleines Laufrad. Auch sein Käfig bot kaum Platz für Bewegung. Unser Profi-Sportler ist deshalb dieses Monat Sport-Botschafter und appelliert an Euch: “Denkt an gesunde Ernährung und Bewegung für Eure Hamster! Danke!”

September 2014

Farbmaus Mr. Jingles

Mr. Jingles wurde im Tierheim Leverkusen geboren. Bald merkte man dass er, so wie sein Namensvetter, eine ganz besondere Maus ist. Er drehte sich durchgehend um die eigene Achse.

Kommt euch das bekannt vor?

Richtig, unser Gnadenbrotmäuschen Gabi zeigte genau die selben Sympthome als sie damals zu uns kam. Eine engagierte Pflegerin bat uns um Hilfe und so zog Mr. Jingles beim Nagerschutz ein. Im Zuge der Behandlung besserte sich das Kreiseln zusehends.

Nun lebt Mr. Jingles glücklich mit Gabi, Bofur, Nori und seinen Schwestern Nala und Cinderella im Gnadenbrotgehege der Pflegestelle Düsseldorf. Interessanterweise entwickelte er sich ebenso wie Gabi. Beide sind nahezu kreiselfrei, zeigen aber immer wieder Ansätze sobald etwas die kleinen Mäuse stresst.

Grund genug ihnen keinen Umzug mehr zuzumuten und einen Platz auf Lebenszeit in einer stabilen Gruppe zu sichern. Unsere “besonderen Mäuschen” sind eine ganz besonders tolle Truppe

August 2014

Goldhamsterdame Fanny

Fannys Mutter kam schwanger aus dem Zooladen und nachdem all ihre Geschwister einen Platz gefunden haben, sich aber niemand für sie interessierte, fand sie einen Platz beim Nagerschutz e.V., in der Ebersberger Pflegestelle. Sie ist nun auch schon wieder 5 Monate hier und hat sich prächtig entwickelt. Vom schüchternen Jungtier ist sie zu einer selbstbewussten Dame herangewachsen, die stets neugierig in ihrem Gehege umherstreift und die Aufmerksamkeit sucht.

Zum Menschen ist sie nicht ängstlich, sondern neugierig und sucht auch den Kontakt, denn es könnte ja was zum Futtern geben. Aber Anfassen mag sie gar nicht. Von den Aktivzeiten ist sie wirklich sehr entgegenkommend, da sie teilweise schon gegen 21h unterwegs ist.

Aber leider gab es auch bisher keine Adoptionsanfrage für Fanny. Es wäre wirklich toll wenn sie endlich ein Heim findet wo ihr die ganze Aufmerksamkeit gehört und sie nach Strich und Faden verwöhnt wird.

Wer sich vorstellen kann Fanny ein Für-Immer-Zuhause geben zu können, meldet sich bitte beim Nagerschutz e.V. – bis dahin freut sich Fanny aber auch über feine Hamsterleckereien die ihr zugesendet werden.

Juli 2014

Rennmäuse Gaby & Cateline

Gaby wurde im April aus dem Tierheim Miltenberg übernommen. Sie saß dort – verwitwet – ganz alleine und mit über 4 Jahren ohne Vermittlungschancen. Wir haben uns entschieden Gaby abzuholen, damit sie ihren Lebensabend nicht alleine verbringen muss. Gaby konnte mit Francie ganz schnell eine neue Partnerin finden, die leider aber schon wenige Wochen später starb. Da Gaby vielleicht nicht mehr viel Zeit hat, sollte sie keinen Tag unnötig alleine verbringen. Sie konnte zügig und völlig komplikationslos mit Cateline zusammengeführt werden. Cateline hatte bei ihren beiden vorherigen Partnern nicht viel Glück und hat in einem Revierkampf ein Stück ihres Schwanzes verloren. Umso mehr freut es uns, dass die beiden so harmonisch miteinander umgehen.

Die beiden - und auch Francie - stehen diesen Monat dafür ein, dass auch ältere Rennmäuse ohne Schwierigkeiten eine Vergesellschaftung packen und keine Seniorenmaus alleine leben und sterben sollte. Gaby und Cateline stehen für den Wunsch nach einem geborgenen Lebensabend und repräsentieren alle unsere Gnadentiere. Mäuse die im Alter nicht mehr gewollt waren und abgegeben wurden. Sie haben aufgrund ihres hohen Alters keine Vermittlungschancen oder ihnen kann aus gesundheitlichen Gründen kein weiterer Umzug mehr zugemutet werden.

Für all die Mäuse, „ein Pro für Senioren-Mäuse“ und für das Motto „für-immer-Tiere“ machen sich die beiden diesen Monat stark.

Wer den großen Auftrag von Gaby und Cateline unterstützen möchte, kann das gerne mit einer Patenschaft für eines unserer Gnadentiere tun.

Juni 2014

Farbmaus Kevin

Farbmauskastrat Kevin lebt bereits seit Januar 2013 in unserer Pflegestelle Düsseldorf.

Zunächst als Gesellschaft für seinen Sohn A.J. welcher nicht kastriert werden konnte. Als A.J. Anfang 2014 aufgrund eines Tumors verstarb war Kevin bereits fast 2 Jahre alt und bekam aufgrund seines Alters und chronischer Lungenprobleme den Status Gnadenbrottier. Unser Methusalem ist agil wie eh und je und lebt derzeit mit 11 Weibchen (darunter Gnadenbrotmaus „Gabi“, 7 Vermittlungsweibchen und 3 Weibchen welche die Stammgruppe um Kevin und Gabi verstärken) und seinen Söhnen Bofur & Nori zusammen. Die Gruppe liebt es zu klettern und ihr Baumhausgehege umzugestalten.

Allerdings fressen 14 hungrige Mäuler uns regelrecht die Haare vom Kopf und wir kommen mit dem Nachbestellen von Farbmausfutter kaum hinterher.

Kevin und seine Artgenossen würden sich sehr über Futterspenden freuen. Besonders mögen sie die Farbmausmischung der Nagerküche oder Kellis Tiershop, sowie Ähren und Kolbenfutter jeglicher Art.

Kontakt: katrin.schrankel@nagerschutz.de

Mai 2014

Sukkubus & Lilith

Sukkubus & Lilith

Unsere Gnadenrennmäuschens Sukkubus & Lilith wurde für diesen Monat gekürt.
Die 2 stammen noch vom Türkheimer Notfall aus dem Jahr 2012 und wurden in der Pflegestelle im April 2012 geboren. Leider hatten sie nie das Glück ein festes zu Hause zu finden, wohl auch weil sie schwarz sind und beide gleich aussehen.

Lillith hat dann leider eine unerklärliche Krankheit bekommen, sie hat ihr Fell im Gesicht und an den Pfoten verloren. Es geht ihr aber gut und es gibt keine Anzeichen dass sie darunter leidet. Ihr Verhalten ist absolut normal. Auch hat sich der Zustand stabilisiert und mittlerweile ist das Fell wieder sehr gut nachgewachsen. Pilz und Parasiten konnten klar ausgeschlossen werden. Da wir aber nicht wissen was es ist soll sie nicht vermittelt werden. Ihre Schwester Sukkubus hat keinerlei Anzeichen dieser Erkrankung weswegen wir auch einen Gendefekt vermuten. Die 2 lieben und sanften Rennmaus-Schwestern werden nun in der Ebersberger Pflegestelle gut versorgt.

Sukkubus & Lilith würden sich auch sehr über eine Patenschaft freuen, oder jemand der ihnen ein neues Laufrad schenkt. Sie sind sehr gerne beim Radeln aber ihrs ist mittlerweile schon sehr verschlissen und schon mehrfach geklebt und getackert, sodass es schleift und leiert. So macht aber das Radeln keinen Spaß für die Mädels.

April 2014

Farbmaus Gabi

Unser Gnadenbrotmäuschen Gabi stellt sich mit einem Video vor

Die süße Kreiselmaus bedarf besonderer Haltung und Pflege und darf deshalb ihr Leben in unserer Pflegestelle verbringen. Bisher hat sie noch keine Paten und würde sich über liebe Menschen freuen die sie unterstützen.

März 2014

Pepino & Fipa


Pepino wurde als Jungtier beim Nagerschutz aufgenommen. Er konnte mit einem älteren, gut sozialisierten Bock vergesellschaftet und vermittelt werden. Leider starb der ältere Partner bereits ein halbes Jahr später. Pepino war scheinbar schwer geschockt und tat sich im Umgang mit potentiellen neuen Partner wirklich schwer. Durch seine Angst kam es bei den Zusammenfürhungen zu Beissereien. Geduldig variierten wir mit den Vergesellschaftungsmethoden und setzten Bachblüten ein. Pepino wurde ausgeglichener, aber seine Unsicherheit bei der Rangordnungsklärung blieb und drei Vergesellschaftungsversuche scheiterten. Aus diesem Grund entschieden wir uns für eine Kastration. Anfang diesen Jahres konnte Pepino mit Rennmausweibchen Fipa vergesellschaftet werden. Die beiden bilden ein richtig harmonisches Duo. Ständig in der Nähe des anderen sind sie seit der Vergesellschaftung richtig entspannt. Während beide solo eher schütern und ängstlich waren, sind sie jetzt aktiv und neugierig.
Die beiden stehen als Beispiel dafür, das Rennmausvergesellschaftungen manchmal nicht einfach sind, aber die investierte Zeit und Geduld sich wirklich lohnen.

Februar 2014

Jonny, Wilma, Thelma, Luis und Mary



Die Wildparkmäuse stammen aus diesem Notfall

Die Wildparkmaus-Gruppe darf aufgrund chronischer Erkrankungen als Gnadengruppe beim Nagerschutz/Pflegestelle Roth bleiben. Wilma ist eine ältere Maus mit unklarem Haarverlust und bei Thelma mussten wir bereits den zweiten Abszess behandeln. Jonny hat nach seiner Flucht bei der Rettung eine chronische Atemwegserkrankung behalten. Trotzdem konnte er, nachdem die sofort eingeleitete Therapie eine Verbesserung brachte, im Dezember kastriert werden. Tapfer hat er seine Kastrationsfrist abgesessen und konnte Ende Januar mit den Mädels vergesellschaftete werden. Die Gruppe freute sich richtig bei der Zusammenführung. In ihrem gemeinsamen Heim fühlt sich die Truppe unter der Leitung von Jonny richtig wohl. Die Mäuse sind sehr aktiv, radeln gerne und sind auch richtig neugierig. Ihre furchtbaren Erlebnisse merkt man ihnen nicht mehr an. Wir sind natürlich auch immer bemüht ihnen alles so schön wie möglich zu machen. Ganz einfach klappt das mit Kürbiskernen;). Die kleinen Kerle freuen sich über Paten, die ihnen auch ein paar Leckereien zukommen lassen.

Januar 2014

Eugenio & Cyriac

Diese 2 Brüder (geb. Mai 2010) sind Rückkehrer. Sie wurden bereits vor 3 Jahre vermittelt und wegen Umzugs der Halter können sie nun nicht mehr dort bleiben. Eugenio & Cyriac sind für ihr Alter noch sehr aktiv und topfit und radeln gerne im großen Holzlaufrad. Wer den 2 Oldies gerne noch einen feinen Lebensabend ermöglichen möchte meldet sich gerne beim Nagerschutz (Adoptionsanfrage). Sie können im Großraum München adoptiert werden und wenn nötig ein 120er Becken (gegen eine Spende) mitnehmen. Wenn du ihnen kein Zuhause anbieten kannst würden die 2 Senioren sich auch über eine Patenschaft freuen, denn es soll ihnen ja an nichts fehlen und sie sollen ja auch ordentlich verwöhnt werden.

Eugenio ist am 25.01.14 über die Regenbogenbrücke gegangen und wartet nun auf seinen geliebten Bruder. Cyriac wird nun vergesellschaftet.

Dezember 2013

Tinkerbell

Tinkerbell hat im wahrsten Sinne des Wortes schon einen langen Weg hinter sich.
Sie war Insasse des in Kärnten verunglückten Kleintier-Transports, in dem sie zusammen mit etwa 2000 (!) anderen Tieren unter unzumutbaren Umständen von Holland nach Italien transportiert werden sollte. Mit viel zu vielen Artgenossen in kleine Boxen gepfercht, ohne ausreichend Wasser und Futter und das schlimmste: LEGAL!
Klein- und vor allem Futtertiere werden nicht explizit im Tiertransportgesetz genannt, was es den Behörden erschwert bei Missständen tätig zu werden. Leider muss immer erst ein Unfall passieren, damit die Öffentlichkeit auf Heimtiertransporte aufmerksam wird. Die traurige Realität ist, dass täglich im Verborgenen Kleintransporter voll mit Welpen, Exoten und Nagern durch Europa rollen.

TiKo – Das Tierschutzkompetenzzetrum Kärnten hat in Zusammenarbeit mit dem Nagerschutz e.V. und vielen weiteren Tierschutzorganisationen eine Petition für mehr Regulierung von Kleintiertransporten ins Leben gerufen.

Tinkerbell hat sich mittlerweile erholt und zum Traumhamster entwickelt. Neugierig, voller Tatendrang und handzahm wie sie ist, fehlt ihr nur noch ein neuer Körnergeber mit einem großzügigem Hamstergehege, zu dem sie ein letztes Mal reisen und dann endgültig ankommen kann.

Adoptionsanfrage

November 2013

A.J.

Seit März 2013 ist der kleine A.J. Einwohner unserer Pflegestelle Kaarst.
Der liebe Farbmausbock musste in seinem Leben schon einiges über sich ergehen lassen. Unter Anderem 2 erfolglose Kastrationen: bei der Ersten wurde ein Hodenabzess entfernt, bei der Zweiten dann festgestellt dass seine Hoden im Bauchraum liegen.
Da ihm als unkastrierten Bock das Leben in einer gemischtgeschlechtlichen Gruppe nicht ermöglicht werden konnte und er zudem sehr anfällig für Pilzbefall ist, durfte er als Gnadenbrotmäuschen in unsere Pflegestelle bleiben. Gesellschaft leisten ihm sein Vater Kevin und die Söhne Bifur und Nori - alle kastriert. Die Gruppe genießt ihr großzügiges Baumhausgehege und auch der Pilzbefall bei A.J. ging zurück.
Aber der nächste Schicksalsschlag blieb nicht aus. A.J. hat einen Tumor im Bauch, so dass seine Zeit bei uns nun absehbar ist..
Wir bemühen uns ihm die letzten Wochen zu den Besten seines Lebens zu machen. Seine Patin Petra und die Farbmaus-Fans Sebastian & Sabrina haben uns zu diesem Zweck mit allem was das Mäuseherz begehrt ausgestattet. Danke für eure A.J. Care-Pakete!!
Wir hoffen das A.J. noch viele schöne Tage bei uns verbringen kann und wir den besten Zeitpunkt abpassen, um ihn auf seinen letzten Weg zu geleiten. Aber nun seht selbst wie sehr er und seine Kumpels sich über ihre Futterspenden freuen :-)

Am 16.01.2014 ist A.J. über die Regenbogenbrücke gegangen. Alles gute, kleiner Mann!

Oktober 2013

Hans & Hermann

Diese zwei hüpschen Jungs warten noch immer auf einen Körnchengeber!!!
Beide sind sehr aktiv und lieben vor allem ihr Laufrad heiß und innig. Ihre anfängliche Scheu haben die zwei hübschen Platinbuben mittlerweile komplett abgelegt und jeder der sich dem Käfig näher wird sofort mit erwartungsvollen Äuglein begrüßt. "Es könnt ja Leckerlies geben" und dafür sind die zwei immer zu haben!!! Ansonsten wäre es toll wenn die zwei auch im neuen Zuhausue ein Gehege mit mindestens 120cm zur Verfügung hätten, da sie auch hier auf der Pflegestelle den ganzen Platz sehr aktiv nützen. Ach ja die beiden Jungs sind etwa ein Jahr alt und stammen ursprünglich aus einer Zooladenschwangerschaft.

Am 21.12.2013 ist Hans über die Regenbogenbrücke gegangen. Machs gut du hübscher Kerl.

Hermann wird nun vergesellschaftet.

Copyright © 2014 nagerschutz.de - Alle Rechte vorbehalten.