Kleinnagergehege

Kleinnagergehege ganz leicht selber bauen aus LACK-Tischen von IKEA
Ausreichend große und artgerechte Gehege für Nager im Handel zu finden ist nicht immer einfach und meist mit großen Kosten verbunden. Will man den Ansprüchen seiner kleinen Schützlinge gerecht werden, sollte eine Gehege-Grundfläche von 100*50cm absolutes Minimum sein für Zwerghamster, Farbmäuse oder Lemminge. Mindestgrößen für größere Nager könnt ihr hier nachschlagen: Mindestgrössen

Viele der im Zoofachhandel angebotenen Käfige sind zu klein und häufig mit gefährlichem und teilweise tierschutzwidrigem Zubehör ausgestattet (Plastikhäuser und -röhren, Gitteretagen, Gitterlaufräder, etc.. siehe Tierschutzwidriges Zubehör. Wendet man sich an professionelle Volierenbauer steigen die Kosten schnell in den dreistelligen Bereich.

Eine gute Alternative ist es das Gehege selbst zu bauen. So kann man es individuell an die Bedürfnisse seiner Tiere und des geplanten Standorts anpassen. Leider trauen sich viele Tierfreunde das Selber-bauen nicht zu – dabei kann es mit ein paar Tricks ganz einfach sein.

Im Folgenden möchte ich eine Bauanleitung für ein Farbmausgehege zeigen das auf Basis von 3 LACK-Tischen von IKEA erstellt wurde und kürzlich bei hundkatzemaus präsentiert wurde (VOX) und auch mit wenig handwerklichem Geschick gelingt.

Das fertige Gehege hat eine Grundfläche von 110*55cm und eine Höhe von 45cm bzw. 90cm.

BAUANLEITUNG

Materialien

Das Grundgerüst bilden die 3 LACK-Tische, von mir wie folgt zusammengestellt und mit Holzkleber und Flachverbindern an den Übergängen fixiert. Auch andere Kombinationen sind denkbar.

Im Baumarkt kann man sich die OSB-Platten für die Rück- und Seitenwände zuschneiden lassen. So kann man sie zu Hause direkt anschrauben

Im Innenbereich ist es ratsam die Ecken mit einem Knabberschutz zu versehen. Aluminiumleisten sind schnell zurecht geschnitten und angeklebt. Für den Kletterspass wird die Rückwand noch mit Volierendraht betackert.

Als Streuschutz werden vorne 2 Plexiglasscheiben angeschraubt, so kann man die Mäuse besser beobachten. Wichtig ist es die Schraublöcher mit einem spitzen Bohraufsatz vorzubohren. Würde man direkt durch die Scheiben schrauben, würden sie zersplittern. Auch sollten die Schrauben mit Gefühl und nicht zu stark festgezogen werden.

Die Mausebilder sind eine kleine Spielerei und peppen das Gehege optisch auf. Sie sind durch eine Plexiglasscheibe, die vom Volierendraht fixiert wird, geschützt.

Die Holzleisten für die Türen und den Deckel lässt man sich am Besten ebenfalls im Baumarkt zuschneiden. Mit Winkelverbindungen werden sie aneinander geschraubt. Dann kann der Draht draufgetackert werden. Bei Farbmäusen sollte der Gitterabstand 8mm nicht überschreiten. Volierendraht ist geeignet, aber auch Ungeziefergitter, wie man sie zur Abdeckung von Kellerfenstern nutzt, halten Mäuse nicht nur vom Ein- sondern auch vom Ausbrechen ab ;-) Zudem schränken sie die Sicht auf die Tiere nicht so sehr ein, daher habe ich sie für die vorderen Türen verwendet.

Der Deckel ist hinten mit Scharnieren befestigt und kann aufgestellt werden.

Zuletzt ist es ratsam den Boden ebenfalls mit Spielzeuglack zu versiegeln oder zu fliesen, damit der Urin nicht ins Holz ziehen kann.

Viel Spaß beim Einrichten!!

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Für Fragen oder Anregungen stehe ich gerne zur Verfügung:

Katrin.Schrankel@nagerschutz.de

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